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Politik 3 min read 49m ago

Carney: Kanada kämpft zurück gegen Trump

  • Die Handelsgespräche zwischen Kanada und den USA sind gescheitert; Premier Mark Carney trat daraufhin auf einer Pressekonferenz ungewöhnlich offen kämpferisch auf.
  • Carney erklärte, Kanada sei angegriffen worden, und betonte, das Land verfüge über Reserven, Widerstandskraft und Plan für eine entschlossene Antwort.
  • Kanadische Beobachter sehen in dem Konflikt einen fundamentalen Wertebruch, der über den bilateralen Handelssstreit hinaus das westliche Bündnis gefährden könnte.
Carney: Kanada kämpft zurück gegen Trump
Carney: Kanada kämpft zurück gegen Trump

Nach dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen Kanada und den USA ist der kanadische Premierminister Mark Carney am Samstagmorgen ungewöhnlich offen und kämpferisch vor die Presse getreten. Seine Worte ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Kanada werde sich nicht einschüchtern lassen.

Carney: "Wir wurden angegriffen"

Auf einer seltenen Pressekonferenz im Anschluss an den Gesprächsabbruch erklärte Carney unmissverständlich: "You're at war when you get attacked. We got attacked." Er fügte hinzu, Kanada verfüge über die nötigen Reserven, die Widerstandskraft, den Plan und die Konzentration, um zu reagieren: "We're gonna respond, we're going to focus on what we can control and what we're going to build." Beobachter beschreiben Carney an diesem Morgen als einen Premier, der sichtlich mit Zorn kämpfte – ungewöhnlich für einen Politiker, der für beherrschtes Auftreten bekannt ist.

Tiefer Riss in den nordamerikanischen Beziehungen

Der Handelsstreit wird von kanadischer Seite nicht länger als bloße wirtschaftspolitische Auseinandersetzung eingestuft. Kommentatoren warnen vor einem fundamentalen Wertebruch, der die Grundlagen des nordamerikanischen Bündnisses erschüttern könnte – mit möglichen Folgewirkungen weit über das bilaterale Verhältnis hinaus bis in das westliche Verteidigungsbündnis. Diese Einschätzung bleibt vorerst eine Interpretation, nicht ein belegter Fakt; die konkreten Maßnahmen, die Carney ankündigte, ließ er auf der Pressekonferenz offen.

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Kanada reagiert – aber wie?

Kanada hatte bereits zuvor Vergeltungszölle angekündigt, und auch Carney sprach von einer gezielten Antwort. Welche konkreten Schritte die Regierung plant, ist nach Angaben vom Wochenende noch unklar. Klar ist hingegen die politische Botschaft: Ottawa betrachtet den Druck aus Washington als Angriff auf die kanadische Souveränität und ist nicht bereit, ihn widerspruchslos hinzunehmen.

Für das westliche Bündnis stellt sich damit eine Frage, die vorerst unbeantwortet bleibt: Wie belastbar sind transatlantische Wertepartnerschaften, wenn ökonomische Drohungen zwischen engen Verbündeten zur Normalität werden?

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