Sánchez schwenkt in Ceuta-Krise um
- Knapp einen Monat nach Beginn der Ceuta-Krise hat Sánchez die Entscheidung für ein Einheitskommando und einen Wirtschaftsplan getroffen.
- Tausende Migranten schlafen noch immer auf den Straßen Ceutas unter freiem Himmel und unter beengten Bedingungen.
- Die Regierung stand fast vier Wochen lang unter hartem Kritikbeschuss wegen ihres Krisenmanagements.
Knapp einen Monat nach Ausbruch der Migrationskrise in Ceuta vollzieht Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez einen deutlichen Kurswechsel: Am Wochenende fiel intern die Entscheidung, ein Einheitskommando zu schaffen und einen Wirtschaftsplan für die spanische Exklave aufzulegen. Details zu beiden Maßnahmen wurden zunächst nicht öffentlich gemacht.
Wochen unter hartem Kritikbeschuss
Fast vier Wochen lang sah sich die Regierung massiver Kritik an ihrem Krisenmanagement ausgesetzt. Die Lage in Ceuta bleibt angespannt: Tausende Migranten irren nach wie vor durch die Straßen der Stadt, schlafen unter freiem Himmel und sind auf engstem Raum zusammengedrängt – eine humanitäre Situation, die sich trotz wochenlanger Regierungsaktivität nicht grundlegend verbessert hat.
Koordination auf höchster Ebene
Vor der Entscheidung konsultierte Sánchez intensiv die am stärksten betroffenen Ressortminister sowie seinen engsten Vertrautenkreis – ein Muster, das den gesamten vergangenen Monat prägte. Das nun beschlossene Einheitskommando soll die bislang fragmentierte Koordination der verschiedenen Behörden bündeln; über den Wirtschaftsplan sind bisher keine Einzelheiten bekannt.
Krise bleibt ungelöst
Trotz des angekündigten Kurswechsels ist die Krise in Ceuta noch weit von einer Lösung entfernt. Ob das neue Kommando und der Wirtschaftsplan die humanitäre Lage tatsächlich verbessern können, bleibt offen. Die politische Glaubwürdigkeit der Regierung steht angesichts der verzögerten Reaktion – fast ein Monat nach Beginn der Krise – weiter unter Druck.