Venezuela schafft Polizeikontrollen ab
- Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez kündigte am Montag per Cadena Nacional die Abschaffung umstrittener Polizeikontrollpunkte an.
- Die Kontrollpunkte waren wiederholt Gegenstand von Beschwerden über Amtsmissbrauch gegen die Bevölkerung.
- Die Ankündigung erfolgte zwei Monate nach dem Doppelbeben vom 24. Juni, das über 6.000 Todesopfer und Tausende Vermisste hinterließ.
Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez hat am Montag in einer landesweiten Rundfunk- und Fernsehübertragung die Abschaffung der umstrittenen Polizeikontrollpunkte angekündigt. Die Posten galten als häufige Quellen von Beschwerden über Amtsmissbrauch gegenüber der Bevölkerung.
Ankündigung zwei Monate nach dem Erdbeben
Die Erklärung erfolgte zwei Monate nach dem schweren Doppelbeben vom 24. Juni, das Venezuela erschütterte und bislang mehr als 6.000 Todesopfer forderte. Tausende Menschen gelten zudem als vermisst oder obdachlos.
Neben der Auflösung der Kontrollpunkte kündigte Rodríguez die Wiederbelebung des Polizeistreifendienstes an, um die nach eigenen Angaben erzielten Verbesserungen bei der öffentlichen Sicherheit zu festigen.
Umstrittene Posten – offene Fragen
Die nun abzuschaffenden Kontrollpunkte standen wiederholt im Mittelpunkt von Beschwerden über behördliche Übergriffe. Inwiefern die angekündigte Maßnahme konkret und vollständig umgesetzt wird, blieb nach der Ankündigung zunächst offen. Belastbare Einzelheiten zu Zeitplan und Umsetzung nannte Rodríguez nicht.