Frau fünf Tage gefangen gehalten
- Emiliane Tamara Nunes Carvalho, 24, wurde von ihrem Ex-Partner Ailton Rodrigues Mendes in Águas Lindas, Brasilien, fünf Tage lang geknebelt und gefesselt festgehalten, bevor sie
- Die Polizei ermittelt, ob der Beschuldigte während der Beziehung Ätznatron in den Wassertank des gemeinsamen Hauses gegeben hat – Wasserproben wurden entnommen, die Ergebnisse
- Ein früherer Antrag der Betroffenen auf gerichtliche Schutzmaßnahmen im Jahr 2026 wurde mangels Beweisen abgelehnt; ein parallel eingeleitetes Ermittlungsverfahren läuft seitdem
Emiliane Tamara Nunes Carvalho, 24 Jahre alt, wurde von ihrem Ex-Partner Ailton Rodrigues Mendes in Águas Lindas im brasilianischen Bundesstaat Goiás geknebelt und gefesselt sowie fünf Tage lang in Gefangenschaft gehalten. Am vergangenen Freitag, dem 21., wurde sie lebend gerettet – nach Angaben der Ermittlerin durch den gemeinsamen Einsatz der Zivil- und der Militärpolizei.
Ermittlungen zu möglicher Vergiftung
Die zuständige Ermittlerin Tamires Ávila Teixeira von der Frauenpolizeistation bestätigt, dass die Untersuchungen fortgesetzt werden, um festzustellen, ob es weitere Beteiligte gibt, ob zusätzliche Straftaten begangen wurden und ob tatsächlich Ätznatron in den Wassertank des Hauses eingebracht wurde. Emiliane hatte der Behörde zuvor geschildert, dass ihre Haut beim Duschen gebrannt habe, und war zu dem Schluss gelangt, dass der Beschuldigte eine Substanz in den Wassertank gefüllt habe. Wasserproben wurden entnommen und toxikologische Gutachten angeordnet – das Ergebnis steht noch aus.
Frühere Schutzmaßnahmen abgelehnt
Im Jahr 2026 hatte Emiliane die Polizeistation aufgesucht, um Schutzmaßnahmen zu beantragen. Die Justiz sah zum damaligen Zeitpunkt keine ausreichenden Beweise, um die geschilderten Verhaltensweisen dem Beschuldigten zuzuordnen, und lehnte den Antrag ab. Parallel dazu wurde jedoch ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet und forensische Untersuchungen des Tatorts sowie ein körperliches Gutachten der Betroffenen veranlasst. Ermittlerin Teixeira erklärte, der Beschuldigte habe äußerst methodisch und manipulativ gehandelt, ohne Spuren zu hinterlassen: "Dieser Tätertyp handelt so, dass er keine Beweise zurücklässt – damals konnte Emiliane die Schutzmaßnahme nicht erhalten, jetzt aber wurde sie lebend gerettet."
Entführung in gemeinsamem Ladenlokal
In sozialen Netzwerken schilderte Emiliane, dass sie seit Dezember 2025 versucht habe, die sechsjährige Beziehung zu beenden, was der Beschuldigte nicht akzeptiert habe. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. An dem Tag ihres Verschwindens sei sie in das gemeinsame Ladenlokal gegangen, um über das Sorgerecht zu sprechen. "Dort betäubte er mich, hielt mir die Nase mit einem chemischen Mittel zu", erklärte die 24-Jährige. Die Verteidigung des Beschuldigten war für eine Stellungnahme bislang nicht erreichbar; dieser Raum bleibt nach Angaben der Redaktion offen.
Offene Fragen
Die Ermittlungen der Delegacia de Polícia da Mulher dauern an. Ob weitere Personen in den Fall verwickelt sind, ob das mutmaßliche Vergiftungsgeschehen nachweisbar auf den Beschuldigten zurückgeführt werden kann und welche weiteren Straftaten möglicherweise vorliegen, ist nach aktuellem Stand ungeklärt. Die Ergebnisse sollen der Justiz zur weiteren Prüfung übermittelt werden.
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