Wangchuks Hungerstreik: Funke der indischen Kakerlaken-Bewegung
- Sonam Wangchuk beendete einen 26-tägigen Hungerstreik, der am 28. Juni in Solidarität mit Indiens Kakerlaken-Jugendbewegung begann.
- Viele in Indien betrachten den Streik als entscheidenden Funken, der die Kakerlaken-Bewegung zur stärksten Herausforderung für Modis Regierung seit über einem Jahrzehnt machte.
- Wangchuk fordert ehrliche politische Führung als Grundvoraussetzung für eine Reform des indischen politischen Systems.
26 Tage lang fastete Sonam Wangchuk – und Indien schaute zu. Sein Hungerstreik, der am 28. Juni begann und in Solidarität mit der sogenannten Kakerlaken-Jugendbewegung geführt wurde, gilt vielen Beobachterinnen und Beobachtern im Land als entscheidender Auslöser für den Aufstieg dieser Bewegung zu einer der ernsthaftesten politischen Herausforderungen für Premierminister Narendra Modi seit mehr als einem Jahrzehnt.
Eine Fastenaction mit politischer Sprengkraft
Die 26-tägige Fastenaction wird in Teilen der Öffentlichkeit als eine der politisch folgenreichsten Aktionen dieser Art in der modernen Geschichte Indiens eingestuft. Wangchuk selbst, der durch seinen Einsatz für die Jugend- und Protestbewegung in den Vordergrund gerückt ist, sieht ehrliche politische Führung als unverzichtbare Grundvoraussetzung für eine bessere Zukunft des Landes – und formuliert damit ein Programm, das auf eine grundlegende Erneuerung des politischen Systems zielt.
Ziel: Politische Klasse unter Druck setzen
Wangchuks erklärtes Vorhaben richtet sich gegen die indische politische Klasse. Die Kakerlaken-Bewegung, deren Solidaritätsbekundung er mit seinem Fasten unterstrich, ist bislang eine der jüngsten und öffentlichkeitswirksamsten Massenbewegungen gegen die bestehenden Machtverhältnisse. Ob und wie die Regierung Modi auf den wachsenden Druck reagiert, bleibt nach dem Stand der verfügbaren Informationen offen.