Spieler fordern Infantinos Rücktritt: "Genug ist genug"
- Namhafte aktuelle und frühere Fußballprofis fordern in einem vielbeachteten Statement den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino.", "Unter den Initiatoren ist der frühere
Mehrere namhafte aktuelle und frühere Fußballprofis erhöhen den Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino und fordern in einem gemeinsamen Statement offen seinen Abgang: "Genug ist genug", heißt es in der Erklärung, die auf zahlreichen Social-Media-Kanälen weitverbreitet wurde.
Kritik aus dem FIFA-eigenen Legenden-Programm
Besondere Brisanz erhält der Vorstoß durch die Identität einiger seiner Initiatoren. Mehrere derjenigen, die das Statement verbreiteten, haben für die FIFA in deren "FIFA Legends"-Programm Botschafteraufgaben übernommen. Darunter ist der frühere Verteidiger von Manchester United und Arsenal, Mikaël Silvestre. Er ist zudem Mitglied des 16-köpfigen FIFA-Panels "Players' Voice", das die Organisation bei Antirassismus-Initiativen beraten soll. Die Gruppe erhebt den Vorwurf, Infantino sei machtbesessen.
Eto'o widerspricht der Kritik
Nicht alle Stimmen aus dem Fußball schließen sich der Forderung an. Samuel Eto'o erklärte, Infantino habe "nichts falsch gemacht" – ein klarer Widerspruch zu der Haltung der Kritikergruppe. Wie sich die wachsende Spaltung innerhalb des Weltfußballs auf Infantinos Position auswirken wird, bleibt vorerst offen. Die FIFA sieht sich bereits in anderen Teilen der Welt mit ernsten Zerwürfnissen konfrontiert, nachdem Neuseeland öffentlich mit dem ozeanischen Verband gebrochen hat.
Dass ausgerechnet Personen, die in offizieller Funktion mit der FIFA zusammenarbeiten, nun öffentlich Konsequenzen fordern, markiert eine neue Eskalationsstufe in der Debatte um die Führung des Weltfußballverbands und dürfte den institutionellen Druck auf Infantino weiter verschärfen.