Banzuzi: Leipzigs Mittelfeld-Hoffnung
- Ezechiel Banzuzi (21) gilt als Gewinner der RB-Leipzig-Vorbereitung und steht laut Klub-Manager Schäfer vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Gladbach voraussichtlich in der Startelf.
- Neuzugang Rocco Reitz wird zunehmend fit und dürfte Banzuzi im zentralen Mittelfeld unmittelbar Konkurrenz machen.
- Auch Johan Bakayoko und Tidiam Gomis haben Chancen auf interne Beförderungen, abhängig vom weiteren Transfergeschehen im Kader.
Ezechiel Banzuzi hat sich in der Saisonvorbereitung von RB Leipzig als einer der auffälligsten Akteure empfohlen und steht vor seinem ersten regulären Startelf-Einsatz in der Bundesliga. Manager Marcel Schäfer lobte den 21-jährigen Niederländer ausdrücklich und deutete an, dass der Klub nicht zwingend auf externe Lösungen im zentralen Mittelfeld angewiesen sei.
Schäfer lobt "ungeheure physische Power"
"Er hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt", sagte Schäfer über Banzuzi. "Er hat eine ungeheure physische Power. Das sehen wir in jedem Spiel. Von ihm versprechen wir uns sehr viel." Gleichzeitig benannte der Manager eine entscheidende Voraussetzung: "Er braucht Vertrauen und Spielzeit." Beides war Banzuzi seit seinem Wechsel nach Leipzig vor rund einem Jahr nur begrenzt vergönnt. Unter Trainer Ole Werner kam er in der vergangenen Bundesliga-Saison lediglich zweimal von Beginn an zum Einsatz; Xaver Schlager hatte auf seiner Position die Nase vorn, bei offensiverer Ausrichtung gelegentlich auch Assan Ouédraogo. "In der vergangenen Saison war er schon dran, aber da war das Mittelfeld sehr gut besetzt", räumte Schäfer ein.
Beim deutlichen Erstrunden-Sieg im DFB-Pokal gegen Trier (6:0) stand Banzuzi bereits in der Startformation. Für den Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach gilt seine Nominierung nach Einschätzung der Beteiligten als wahrscheinlich – wenngleich noch nicht offiziell bestätigt. Zum Leipziger Kader und aktuellen Transfers lohnt auch ein Blick auf die Rückkehr von Christopher Nkunku zu RB Leipzig.
Neuzugang Reitz als unmittelbarer Konkurrent
Banzuzis Startelfplatz ist jedoch nicht gesichert. Neuzugang Rocco Reitz steigert nach Angaben aus dem Umfeld des Klubs kontinuierlich seine Fitness und dürfte die Position im zentralen Mittelfeld rasch beanspruchen. Der Konkurrenzkampf zwischen dem intern aufgestiegenen Banzuzi und dem frisch verpflichteten Reitz wird als einer der zentralen Entscheidungspunkte im Kader gehandelt.
Weitere interne Kandidaten: Bakayoko und Gomis
Neben Banzuzi gibt es weitere Spieler, die von internen Beförderungen profitieren könnten. Sollte kein hochkarätiger Ersatz für Yan Diomande mehr kommen, erhielte der belgische Flügelspieler Johan Bakayoko eine neue Gelegenheit – vergangene Saison stand er lediglich achtmal von Beginn an auf dem Platz. Sein interner Rivale ist Brajan Gruda. Im Sturmzentrum ist die Lage laut Umfeld offen: Trainer Martin Demichelis schätze Youngster Tidiam Gomis sehr; bisheriger Angreifer Conrad Harder wird hingegen explizit als Enttäuschung der bisherigen Vorbereitung eingestuft. Ob Gomis tatsächlich den Vorzug erhält, blieb zuletzt offen. Parallel dazu laufen beim Klub Gespräche über mögliche Zugänge, wie auch der jüngste Testspielkontext gegen Bayern München verdeutlicht.
Entscheidend für Leipzigs Saisonstart wird sein, ob die intern entwickelten Kräfte die Lücken schließen können, die ein ausbleibender Transferabschluss hinterlässt – oder ob Banzuzi, Bakayoko und Gomis die Erwartungen ihres Managers erfüllen.