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Bahnstrecke Berlin–Hamburg gesperrt

  • Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg wird erneut gesperrt – rund drei Monate nach dem Ende der zehnmonatigen Vollsperrung zur Generalsanierung.
  • Die Deutsche Bahn nennt ausstehende Optimierungen und Restmängel als Grund; die Sperrung dauert laut Plan von Samstagabend 21.10 Uhr bis Sonntagvormittag 11.00 Uhr.
  • Nach der 2,7-Milliarden-Euro-Sanierung kamen zuletzt nur 25,8 Prozent der Fernzüge auf der Strecke pünktlich an – schlechter als vor der Sanierung.
Bahnstrecke Berlin–Hamburg gesperrt

Knapp drei Monate nach dem Ende der aufwendigen Generalsanierung wird die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg erneut gesperrt. Die Deutsche Bahn begründet die Maßnahme mit ausstehenden "Optimierungen" und der Beseitigung von "Restmängeln an der Infrastruktur" – so die Formulierung des Unternehmens.

Sperrung von Samstagabend bis Sonntagvormittag

Die Streckensperrung beginnt am Samstagabend um 21.10 Uhr und soll nach Planung des Unternehmens am Sonntagvormittag um 11.00 Uhr enden – eine Dauer von rund 14 Stunden. Die Bahn teilt mit, die Maßnahme sei so terminiert worden, "dass sie außerhalb der Hauptreisezeiten" liege. Dennoch müssen Reisende mit Einschränkungen rechnen: Einzelne Fern- und Güterzüge werden umgeleitet, im Regionalverkehr wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Fahrgäste werden aufgefordert, sich vor der Abfahrt über die konkreten Auswirkungen zu informieren.

2,7 Milliarden Euro und zehn Monate Vollsperrung

Die Generalsanierung der Strecke Berlin–Hamburg war von August 2025 bis Juni 2026 durchgeführt worden und kostete nach Angaben des Unternehmens 2,7 Milliarden Euro aus Steuermitteln. Ursprünglich sollte die Vollsperrung bereits zum 30. April 2026 enden; die Bahn begründete die Verzögerung von rund eineinhalb Monaten mit Frostschäden zu Jahresbeginn.

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Pünktlichkeit nach Sanierung schlechter als zuvor

Besonders brisant: Nach dem Ende der Vollsperrung kamen nach Angaben des Unternehmens lediglich 25,8 Prozent der Fernzüge auf der Strecke pünktlich ans Ziel – ein Wert, der nach übereinstimmenden Berichten sogar unter dem Niveau vor der Sanierung liegt. Ob die nun geplante Nachbesserung an der Infrastruktur die Betriebsqualität spürbar verbessern wird, bleibt vorerst offen. Die erneute Sperrung wirft die Frage auf, ob die Milliarden-Investition die erhoffte Verlässlichkeit für eine der meistgenutzten innerdeutschen Fernverkehrsverbindungen tatsächlich gebracht hat.

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