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Welt 2 min read 1h ago

Stausee an Nepal-China-Grenze kritisch

  • Eine Eis-Fels-Lawine an der Nepal-China-Grenze hat einen Stausee gebildet, der überläuft und laut chinesischer Botschaft kurz vor dem Brechen stehen könnte.
  • Die Botschaft bezeichnete die Lage als kritisch, machte jedoch keine Angaben zu Größe oder Wasservolumen des Sees und nannte keinen möglichen Zeitpunkt für einen Dammbruch.
  • Anwohner flussabwärts wurden zur höchsten Wachsamkeit aufgerufen; Nepal kämpft gleichzeitig in mehreren Distrikten, darunter Rasuwa, mit schweren Überschwemmungen.
Stausee an Nepal-China-Grenze kritisch

Eine Eis-Fels-Lawine an der Grenze zwischen Nepal und China hat einen Fluss aufgestaut und einen sogenannten Gletschersee gebildet, der nach Angaben der chinesischen Botschaft in Kathmandu mittlerweile überläuft und kurz vor dem Brechen stehen könnte. Die Botschaft bezeichnete die Lage am Donnerstag als kritisch und rief Anwohner unterhalb des Sees zur höchsten Wachsamkeit auf.

Lawine blockierte Grenzfluss – See auf kritischem Wasserstand

Der Erdrutsch ereignete sich nach Botschaftsangaben in einem Nebenfluss auf der nepalesischen Seite des Oberlaufs des gemeinsamen Grenzflusses. Die Verblockung des Flussbetts führte zur Entstehung eines Stausees, der sich seither mit Wasser gefüllt hat und nun zu überlaufen begonnen hat. Die Botschaft warnte ausdrücklich vor dem Risiko eines Dammbruchs. Weder die Größe des Sees noch das Wasservolumen wurden in der Erklärung beziffert; auch ein möglicher Zeitpunkt für einen Durchbruch blieb offen.

Berichte über bereits erfolgten Dammbruch – Lage unklar

Zuvor war berichtet worden, dass der See nahe dem Zusammenfluss des Chhochen Khola und des Purepu Tsangpo bereits gebrochen sei. Die chinesische Botschaft bestätigte dies in ihrer Erklärung nicht ausdrücklich, sprach jedoch weiterhin von einem bestehenden Bruchrisiko. Die Behörden beider Länder überwachen die Situation und bewerten die Risiken fortlaufend. Die Botschaft appellierte an die Bevölkerung, keine unverifizierten Meldungen zu verbreiten, die unnötige Panik auslösen könnten.

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Nepal bereits von Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen

Die Warnung fällt in eine Phase, in der Nepal ohnehin mit schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in mehreren Distrikten kämpft – darunter auch der Distrikt Rasuwa im Norden des Landes, der an die chinesische Grenze grenzt. Die Behörden beider Länder forderten flussabwärts lebende Gemeinden auf, Pegelstände genau zu beobachten und sich auf mögliche Notlagen vorzubereiten. Sollte der Staudamm tatsächlich brechen, wären die Folgen für Siedlungen und Infrastruktur in den tiefer gelegenen Regionen nach Einschätzung der Botschaft erheblich.

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