Zillow und Redfin einigen sich mit FTC in Kartellrechtsfall
- Die FTC und Zillow haben einen Vergleich vereinbart, der einen Kartellrechtsfall wegen einer 2025 geschlossenen Partnerschaft mit Redfin beendet.
- Die Behörde hatte Zillow vorgeworfen, Redfin für die Syndizierung von Mietinseraten zu bezahlen und Redfin im Gegenzug zum Rückzug aus dem Mehrfamilienhaus-Segment zu verpflichten.
- Die genauen Vergleichsbedingungen sowie mögliche Auflagen oder Sanktionen sind bislang nicht bekannt.
Die US-amerikanische Handelsaufsichtsbehörde FTC und die Immobilienplattform Zillow haben einen Vergleich bekanntgegeben, der einen Kartellrechtsfall um eine Kooperation zwischen Zillow und dem Konkurrenten Redfin aus dem Jahr 2025 beendet.
Was die FTC beanstandete
Die Behörde hatte dem Verfahren zufolge Zillow vorgeworfen, Redfin für die Syndizierung von Mietinseraten bezahlt zu haben. Im Gegenzug, so die Vorwürfe der FTC, habe Redfin seine eigenen Werbeverträge beendet und sich verpflichtet, im Segment der Mehrfamilienhäuser nicht mehr mit Zillow in Wettbewerb zu treten. Die Behörde sah darin einen Verstoß gegen das US-amerikanische Kartellrecht.
Vergleich beendet das Verfahren
Über die konkreten Bedingungen des Vergleichs macht die Bekanntgabe keine näheren Angaben. Offen bleibt damit, ob und in welchem Umfang Zillow oder Redfin Auflagen akzeptiert haben oder ob finanzielle Sanktionen vereinbart wurden. Stellungnahmen der Unternehmen zu den Vorwürfen sind in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen über die Marktmacht großer Immobilienportale im digitalen Inseratemarkt auf. Eine kartellrechtlich unzulässige Absprache zur Marktaufteilung – wie von der FTC behauptet – würde bedeuten, dass Vermieter und Wohnungssuchende in einem weniger wettbewerbsintensiven Umfeld agieren müssten.
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