Unwetter in Tarragona: 162 Einsätze, Hagel und Überflutungen in Katalonien
- Die Bombers de la Generalitat verzeichneten zwischen 18:30 und 19:30 Uhr 162 sturmbedingte Einsätze, die 112-Notrufzentrale registrierte bis 19:00 Uhr 373 Anrufe – 70 Prozent aus
- Protección Civil-Vizedirektorin Imma Solé teilte mit, dass bislang keine schwerwiegenden Zwischenfälle gemeldet wurden; der Zugverkehr zwischen Mora la Nova und Reus wurde
- Generalitat-Präsident Salvador Illa warnte, eines der stärksten Sturmsysteme sei in die Metropolregion Barcelona vorgedrungen und rief zur äußersten Vorsicht auf.
Heftige Gewitter mit Hagelschlag und starken Sturmböen haben am Montagnachmittag die Provinz Tarragona getroffen und binnen einer Stunde 162 Feuerwehreinsätze ausgelöst. Die Bombers de la Generalitat verzeichneten zwischen 18:30 und 19:30 Uhr einen Großteil dieser Notfälle – überwiegend umgestürzte Bäume und Äste, kleinere Überflutungen sowie funkensprühende Stromleitungen.
Ausmaß der Niederschläge und Einsatzlage
An mehreren Stellen fielen innerhalb von dreißig Minuten mehr als 20 Liter pro Quadratmeter. In der Stadt Tarragona und in zahlreichen Gemeinden des Alt Camp liefen dadurch Alleen und Straßen voll. Die Notrufzentrale 112 registrierte bis 19:00 Uhr insgesamt 373 Anrufe, aus denen 259 Einsatzvorgänge entstanden – rund 70 Prozent davon aus der Comarca Tarragonès. Die Agència Catalana de l'Aigua gab eine hydrologische Risikowarnung für den Baix Camp heraus und rief dazu auf, Flüsse, Bachläufe und Schluchten zu meiden. Auch an der Costa Daurada hatte es zuletzt heftige Unwetter mit Evakuierungen gegeben.
Keine schweren Zwischenfälle gemeldet
Die stellvertretende Direktorin von Protección Civil, Imma Solé, erklärte gegenüber dem Sender 3catinfo, dass bislang keine "schwerwiegenden Zwischenfälle" im Zusammenhang mit den Unwettern bekannt seien. Der Zugverkehr auf den Linien R15, R14 und RT-1 zwischen Mora la Nova und Reus wurde nach einer Unterbrechung wiederhergestellt. Protección Civil beendete die Unwetterwarnung für Niederschlagsmengen von mehr als 60 Litern pro Quadratmeter in drei Stunden für die Comarcas Baix Camp und Tarragonès um 22:00 Uhr, wies aber darauf hin, dass bis in den frühen Morgenstunden in der nördlichen Landeshälfte – besonders in der Catalunya Central und in Girona – Regenmengen von über 20 Litern pro Quadratmeter in 30 Minuten möglich bleiben.
Sturm zieht auf Barcelona-Metropolregion zu
Generalitat-Präsident Salvador Illa warnte auf dem Kurznachrichtendienst X, die Gewitter seien im Camp de Tarragona weiterhin "sehr intensiv" und bewegten sich von Süden nach Norden. Eines der "stärksten" Sturmzentren sei bereits in die Metropolregion Barcelona eingedrungen. Illa rief zur "äußersten Vorsicht" auf, insbesondere bei Fahrten, und appellierte, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten, keine Flussufer oder Schluchten aufzusuchen und nicht in überflutungsgefährdeten Bereichen zu parken. Erst kürzlich hatte ein Hagelunwetter in der Region eine Vuelta-Etappe zum Abbruch gezwungen. Die Lage bleibt nach Behördenangaben in Entwicklung.
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