Kalimantan: Waldbrände im Super-El-Niño
- Brände in Indonesiens Kalimantan haben zehntausende Hektar verwüstet; der Rauch reicht bis nach Malaysia und hat Singapur in Alarmbereitschaft versetzt.
- Anwohner Suwadi in Borneo berichtet, er könne kaum fünf Meter weit sehen – jeder Atemzug fühle sich an wie das Rauchen einer Zigarette.
- Ein Super-El-Niño-Phänomen gilt als begünstigender Faktor für die aktuelle Brandintensität in der Region.
Zehntausende Hektar Land stehen in Indonesiens Kalimantan in Flammen. Die Brände haben weite Teile der Region verwüstet; der dabei entstehende Smog zieht bis nach Malaysia und hat Singapur in Alarmbereitschaft versetzt. Als treibende Kraft gilt ein sogenanntes Super-El-Niño-Ereignis, das die Bedingungen für Feuer begünstigt.
Alltag im Rauch: kaum Sicht, kaum Luft
Suwadi, ein Anwohner im indonesischen Borneo, schildert die Lage unmittelbar: Er könne kaum fünf Meter weit sehen, wenn er sein Haus verlasse. Jeden Atemzug beschreibt er als das Gefühl, "eine Zigarette zu rauchen". Die Aussage verdeutlicht die gesundheitliche Belastung für die Bevölkerung vor Ort, über deren genaues Ausmaß bislang keine abschließenden Angaben vorliegen.
Regionale Ausbreitung und internationale Alarmbereitschaft
Der Rauch aus Kalimantan hat die Grenzen Indonesiens bereits überschritten. Malaysia ist betroffen; Singapur wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Das genaue Ausmaß der Luftbelastung in den betroffenen Nachbarländern bleibt nach aktuellem Stand unklar. Auch für die Tierwelt der Region sind die Folgen gravierend: Bereits frühere Brandereignisse in West-Kalimantan haben Orang-Utan-Populationen bedroht.
El Niño als Verstärker
Die diesjährige Brandsaison fällt mit einem als "Super-El-Niño" bezeichneten Klimaphänomen zusammen. Inwiefern dieses Ereignis die Intensität der aktuellen Feuer direkt beeinflusst hat, lässt sich auf Basis des vorliegenden Materials nicht abschließend bewerten. Fest steht, dass El-Niño-Phasen in der Vergangenheit mit ausgeprägter Trockenheit in Südostasien und damit erhöhter Waldbrandgefahr verbunden waren. Die Frage, ob und wann eine wirksame Eindämmung der Brände gelingt, bleibt derzeit offen.
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