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Umwelt und Klima 2 min read 1h ago

Mindestens 35.000 Hitzetote in Europa

  • Mindestens 35.000 Menschen starben in Europa während der vier aufeinanderfolgenden Rekord-Hitzewellen dieses Sommers an Übersterblichkeit – bei unvollständiger Datenlage.
  • Allein in Deutschland, Frankreich und Spanien übersteigt die Übersterblichkeit bereits 25.000 Todesfälle auf Grundlage vorläufiger nationaler Zahlen.
  • Da Augustdaten noch fehlen und nur rund die Hälfte Europas erfasst ist, dürfte die tatsächliche Zahl der Hitzetoten nach Experteneinschätzung deutlich höher liegen.
Mindestens 35.000 Hitzetote in Europa
Mindestens 35.000 Hitzetote in Europa

Mindestens 35.000 Menschen sind in Europa während der vier aufeinanderfolgenden Rekord-Hitzewellen dieses Sommers mehr gestorben als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Das geht aus unvollständigen Zahlen hervor, die lediglich etwa die Hälfte des Kontinents abdecken – die konsolidierten Augustwerte sind darin noch nicht enthalten.

Deutschland, Frankreich und Spanien: mehr als 25.000 Tote

Allein in drei der größten EU-Mitgliedstaaten – Deutschland, Frankreich und Spanien – übersteigt die Übersterblichkeit nach vorläufigen nationalen Angaben bereits die Schwelle von 25.000 Todesfällen. Damit entfällt auf diese drei Länder der weitaus größte Teil der bislang erfassten Gesamtzahl. Frankreich hatte zuvor bereits einen 40-Jahres-Hitzerekord eingestellt.

Tatsächliche Zahl dürfte erheblich höher liegen

Experten gehen davon aus, dass die endgültige Zahl der Hitzetoten deutlich über den bislang bekannten 35.000 liegen wird, sobald die Augustdaten vollständig vorliegen und weitere Länder ihre Meldungen eingereicht haben. Da die aktuellen Zahlen nur rund die Hälfte des Kontinents erfassen, bleibt das Ausmaß der Katastrophe vorerst unvollständig dokumentiert. Auch in England forderten Hitze und Dürre diesen Sommer fast 3.000 Todesopfer.

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Die vier Hitzewellen folgten in diesem Sommer in beispielloser Dichte aufeinander und brachen nach vorliegenden Angaben jeweils Rekordwerte. Die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen für Europa sind damit erheblich – Schätzungen beziffern den BIP-Schaden durch Hitzewellen in der EU auf bis zu 180 Milliarden Euro. Wie hoch die Gesamtzahl der Todesopfer dieses Sommers tatsächlich ausfallen wird, bleibt bis zur vollständigen Auswertung aller nationalen Daten offen.

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