León XIV trifft Blues-Brothers-Musiker
- Papst León XIV traf Saxofonist Blue Lou Marini der Blues Brothers Band beim Meeting di Rimini 2026 – das Treffen war nicht geplant.
- Marini überreichte dem Papst Ray-Ban-Sonnenbrillen wie im Film; León XIV schenkte ihm und seiner Frau je einen Rosenkranz.
- Fotos aus den 1970er-Jahren belegen, dass Prevost bereits damals den ikonischen Look – Fedora, dunkle Gläser, Klerikertracht – trug.
Es war kein geplanter Programmpunkt, doch er dürfte León XIV besonders in Erinnerung bleiben: Beim Meeting di Rimini 2026, einem großen kulturellen Treffen katholischer Prägung, begegnete Papst León XIV dem Saxofonisten Blue Lou Marini – einem Mitglied der originalen Blues Brothers Band und einem Idol seiner Jugend.
Ein ungeplantes Wiedersehen zweier Welten
Marini war im Rahmen des Kulturtreffens mit dem Ensemble Blues4People zugegen; die Anwesenheit von León XIV – bürgerlicher Name Robert Prevost, aufgewachsen in Chicago – gehörte zur offiziellen päpstlichen Agenda. Dass die beiden einander persönlich begegnen würden, war laut Vatican News jedoch nicht vorgesehen. Der Austausch kam spontan zustande: Beide Männer wechselten Worte und überreichten sich Geschenke. Der Papst schenkte Marini und dessen Ehefrau je einen Rosenkranz; Marini überreichte León XIV ein Paar Ray-Ban-Sonnenbrillen – jenes Modell, das die Bandmitglieder in der Filmvorlage trugen und das Prevost, wie Fotos aus den 1970er-Jahren belegen, selbst trug: kombiniert mit Klerikertracht, Fedora-Hut und dunklen Gläsern. Marini bedauerte, keine Zeit gehabt zu haben, eine Widmung in die Gläser zu gravieren. "Papa Cool" wäre die Inschrift gewesen, so Marini.
Der Film und sein Erbe
The Blues Brothers, 1980 uraufgeführt und basierend auf den von John Belushi und Dan Aykroyd für Saturday Night Live entwickelten Figuren, versammelte eine außergewöhnliche Besetzung amerikanischer Musikgeschichte vor der Kamera: James Brown, Ray Charles, Aretha Franklin – die in einer Szene gemeinsam mit Marini, der dabei das Saxofon-Solo spielt, Think interpretiert –, Steve Cropper und Donald Duck Dunn von Booker T & The M.G.'s sowie John Lee Hooker traten auf. Das Finale des Films bildet eine Masseninterpretation von Everybody Needs Somebody to Love. Der Film erntete seinerzeit auch Kritik wegen seines Umgangs mit religiösen Figuren – ein Umstand, der den jungen Agustinermönch Robert Prevost aus Chicago offenbar nicht daran hinderte, ihn zu schätzen.
Symbolik einer Begegnung
Das Treffen in Rimini steht sinnbildlich für eine ungewöhnliche Biografie: Ein Kind aus Chicago, das mit den Blues Brothers aufwuchs, sitzt heute auf dem Stuhl Petri – und erhält von einem seiner Jugendidole eine Sonnenbrille. Für die Kulturgeschichte des Papsttums ist das eine Randnotiz; für die Frage, wie Popkultur und religiöse Berufung ineinandergreifen können, ist sie aufschlussreich. Auch Gustavo Dudamel bewies zuletzt, wie Musik und Mission sich berühren können.
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