Humanoide Roboter unterbieten Bolts 100-Meter-Weltrekord in Peking
- Der Roboter Tiangong Ultra lief die 100 Meter in 9,39 Sekunden und unterbot damit Usain Bolts Weltrekord von 9,58 Sekunden aus dem Jahr 2009.
- Beim World Humanoid Robot Games in Peking nahmen 2.056 Roboter aus 16 Ländern teil; die Veranstaltung wurde erstmals 2025 ausgetragen.
- Tiangong Ultra unterbot zudem den 400-Meter-Weltrekord von Wayde van Niekerk: 38,16 Sekunden gegenüber dem menschlichen Rekord von 43,03 Sekunden.
Beim World Humanoid Robot Games in Peking haben zwei humanoide Roboter den 100-Meter-Weltrekord des jamaikanischen Sprinters Usain Bolt unterboten — eine Leistung, die 2009 mit 9,58 Sekunden als scheinbar unerreichbar galt. Im Vorlauf am Samstag absolvierte der Roboter Tiangong Ultra, entwickelt vom Beijing Humanoid Robot Innovation Center, die Strecke in 9,39 Sekunden. Lightning, ein Modell des Technologiekonzerns Honor, folgte mit 9,47 Sekunden.
Auch der 400-Meter-Rekord fiel
Tiangong Ultra blieb nicht bei der Kurzstrecke: Der Roboter lief die 400 Meter in 38,16 Sekunden und unterbot damit auch den seit 2016 geltenden menschlichen Weltrekord von Wayde van Niekerk, der die Strecke in 43,03 Sekunden bewältigt hatte. Die erzielten Werte übertrafen damit in beiden Disziplinen die besten je von einem Menschen gelaufenen Zeiten.
Ein wachsendes Feld mit über 2.000 Teilnehmern
Die Veranstaltung, die 2025 erstmals ausgetragen wurde, versteht sich als eine Art jährliche Olympiade für bipede Roboter und soll Fortschritte in der humanoiden Robotertechnologie dokumentieren und vergleichen. In diesem Jahr nehmen 2.056 Roboter aus 16 Ländern teil. Neben Sprint-Wettbewerben umfasst das Programm unter anderem Weitsprung, Fußball und Boxen. Bereits zuvor hatten humanoide Roboter in China auf sich aufmerksam gemacht.
Eindrucksvoll — und bisweilen ernüchternd
Videoaufnahmen des Wettkampfs zeigen eine weniger triumphale Seite: Nach dem Überqueren der Ziellinie prallen die Roboter in gepolsterte Wände, teils mit erheblicher Wucht. Einzelne Modelle wurden in Einzelteilen abtransportiert. Die Art und Weise, in der die Maschinen sich fortbewegen, um derart hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, wird in Beobachterberichten als gleichermaßen faszinierend wie befremdlich beschrieben. Wie weit sich die technologischen Leistungen der Roboter unter standardisierten Wettkampfbedingungen reproduzieren lassen, bleibt eine offene Frage — ebenso wie der Vergleichswert solcher Rekorde mit menschlichen Leistungen im athletischen Sinne.
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