DEA-Chef Cole bestätigt Offensive gegen CJNG in Mexiko
- DEA-Direktor Terry Cole hat bestätigt, dass die USA und Mexiko Informationen über CJNG und das Sinaloa-Kartell austauschen und gemeinsame Operationen in Mexiko durchführen.
- Cole kritisierte ausdrücklich die institutionelle Korruption in Mexiko, insbesondere die Verbindungen lokaler Amtsträger zum CJNG.
- Das CJNG wird von der DEA als eine der mächtigsten kriminellen Organisationen des Kontinents eingestuft, verantwortlich für Drogenhandel und Kraftstoffdiebstahl.
DEA-Direktor Terry Cole hat die operative Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko im Kampf gegen das Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG) öffentlich bestätigt und dabei scharfe Kritik an institutioneller Korruption in Mexiko geübt. Im Mittelpunkt seiner Aussagen standen nachgewiesene Verflechtungen zwischen lokalen Amtsträgern und dem CJNG.
Informationsaustausch und operative Unterstützung
Cole erklärte, Washington und Mexiko-Stadt tauschten Informationen nicht nur über Ziele und Mitglieder von als terroristisch eingestuften Organisationen aus – namentlich das Sinaloa-Kartell und das CJNG –, sondern die DEA unterstütze auch aktiv laufende Operationen auf mexikanischem Territorium. "Wir tauschen Informationen [mit Mexiko] nicht nur über Ziele und Mitglieder terroristischer Organisationen wie dem Cártel de Sinaloa und dem CJNG aus, sondern unterstützen auch Operationen in Mexiko", sagte Cole wörtlich.
CJNG: Drogen, Kraftstoffdiebstahl, organisiertes Verbrechen
Das CJNG gilt nach Einschätzung der US-Drogenbehörde als eine der mächtigsten kriminellen Organisationen auf dem amerikanischen Kontinent. Ihr werden Herstellung und Schmuggel von Drogen sowie weitere illegale Geschäftsfelder wie Kraftstoffdiebstahl zugeschrieben. Konkrete Angaben zu laufenden Operationen oder zu namentlich identifizierten korrumpierten Amtsträgern machte Cole auf Grundlage der vorliegenden Informationen nicht. Regionale CJNG-Strukturen haben sich zuletzt auch dem mexikanischen Militär widersetzt, was die Dimension des Problems unterstreicht.
Coles Aussagen verdeutlichen, dass die bilaterale Strafverfolgungskooperation trotz anhaltender Korruptionsvorwürfe gegen mexikanische Behörden fortgesetzt und ausgeweitet wird. Wie tiefgreifend die Verbindungen zwischen lokalen Funktionären und dem Kartell tatsächlich sind und welche konkreten Folgen die genannten Operationen zeitigen, bleibt vorerst offen.
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