Fentanyl-Prozess: Ex-Beamter aus Sinaloa
- Das FBI fand den ehemaligen sinaloensischen Sportfunktionär Ricardo Verduzco am 12. August in einem Hotelzimmer in Utah mit 111.000 Fentanyl-Tabletten.
- Verduzco war mit einem US-Touristenvisum eingereist und leitete bis 2024 das Städtische Sportinstitut von Guasave in Sinaloa.
- An diesem Mittwoch beginnt in den USA sein Geschworenenprozess; eine Stellungnahme der Verteidigung ist öffentlich nicht bekannt.
Ein ehemaliger mexikanischer Sportfunktionär steht in den Vereinigten Staaten vor einem Geschworenengericht, nachdem das FBI ihn am 12. August in einem Hotelzimmer im US-amerikanischen West Valley City im Bundesstaat Utah mit 111.000 Fentanyl-Tabletten angetroffen hatte.
Fund in Hotelzimmer
Die Antidrogen-Einheit des FBI drang an jenem Tag in das Hotelzimmer ein und traf dort auf Ricardo Verduzco, der mit einem Touristenvisum in die USA eingereist war. Die Menge der sichergestellten Tabletten war erheblich: 111.000 Einheiten des synthetischen Opioids. Verduzco wurde festgenommen und wartet nun auf sein Geschworenengericht, das an diesem Mittwoch beginnt.
Hintergrund: Öffentliche Funktion in Sinaloa
Verduzco bekleidete bis 2024 das Amt des Direktors des Städtischen Sportinstituts von Guasave im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Zudem war er nach vorliegenden Informationen noch mindestens bis März dieses Jahres als Koordinator für Hochleistungssport der Zentralzone des Bundesstaates beim Sinaloensischen Institut für Körperkultur und Sport tätig. Inwiefern seine früheren Funktionen mit dem ihm zur Last gelegten Drogenschmuggel in Verbindung stehen, ist auf Grundlage des bislang bekannten Sachstands ungeklärt. Angaben zur Verteidigung Verduzcos liegen bisher nicht vor.
Rechtliche Lage
Der Prozess markiert einen weiteren Fall, in dem mutmaßliche Drogentransporte über Touristenvisa in die USA eingeschleust worden sein sollen – ein Muster, das US-Ermittlungsbehörden in jüngster Vergangenheit verstärkt verfolgen. Das Urteil eines Geschworenengerichts steht noch aus.
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