Atlantiksturm trifft Spaniens Küste
- Ein explosiv vertieftes Atlantiktief nähert sich seit Montag über Galicien der Iberischen Halbinsel und hat am Sonntag bereits erste Regenfälle in Galicien, im Baskenland und in
- Aemet-Sprecher José Luis Camacho warnt vor starken bis sehr starken Niederschlägen und Gewittern mit möglichem Hagelschlag im Westen sowie sehr kräftigen Sturmböen im Westen und
- Für den Nordosten und den Mittelmeerraum werden lokal sehr starke Gewitter vorhergesagt; konkrete Schadenszahlen liegen noch nicht vor.
Ein Tiefdruckgebiet, das sich am Wochenende im Atlantik gebildet hat und dabei eine explosive Zyklogenese — eine außergewöhnlich rasche Vertiefung — durchlaufen hat, nähert sich seit Montag über die galicische Küste der Iberischen Halbinsel. José Luis Camacho, Sprecher der spanischen Staatlichen Meteorologiebehörde Aemet, kündigte an, das System werde "Niederschläge und starke Winde in weiten Teilen des Landes" hinterlassen. Bereits am Sonntag hatte die Borrasca erste Regenfälle in Galicien, im Baskenland und in Aragón ausgelöst.
Starkregen, Gewitter und Hagel im Westen und Norden
In Verbindung mit einer zugehörigen Höhendruckrinne — der sogenannten Vaguada — sind laut Aemet im Westen der Halbinsel kräftige bis sehr kräftige, anhaltende Regenfälle mit Gewittern zu erwarten, die möglicherweise von großen Hagelkörnern begleitet werden. Im Nordosten und im Mittelmeerraum werden lokal sehr starke Gewitter vorhergesagt. Für den Westen und den Norden des Landes warnen die Meteorologen zudem vor sehr kräftigen Sturmböen.
Mittelmeerküste erneut im Fokus
Für die spanische Mittelmeerküste ist das Unwetterrisiko in diesem Sommer bereits mehrfach akut geworden. In der Region Tarragona hatten Hagelschlag und Überflutungen zuletzt 162 Feuerwehreinsätze ausgelöst, und an der Costa Daurada mussten rund 400 Menschen evakuiert werden — begleitet von Kritik an fehlenden Warnmeldungen. Ob die aktuelle Borrasca ähnliche Folgen haben wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen.
Belastbare Schadenszahlen oder behördliche Lageberichte lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Entscheidend wird sein, wie intensiv das Tief bei seiner weiteren Verlagerung über die Halbinsel bleibt und wie viel Feuchtigkeit die Höhendruckrinne in die betroffenen Regionen transportiert.
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