Nach A66-Unfall mit sieben Toten: London droht Social-Media-Plattformen
- Bei einem Frontalzusammenstoß auf der falschen Fahrspur der A66 bei Middlesbrough starben sieben Menschen, darunter die Polizeibeamten PC Matthew Blades und PC Tom Clough.
- Downing Street verurteilte kursierende Videos des Unfalls als 'absolut schändlich' und verwies auf die gesetzliche Löschpflicht der Plattformen.
- Die britische Regierung stellt sich vollständig hinter Ofcom für ein hartes Vorgehen gegen Social-Media-Plattformen, die entsprechende Inhalte nicht entfernen.
Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der A66 bei Middlesbrough, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen, hat die britische Regierung die Medienaufsichtsbehörde Ofcom ausdrücklich ermächtigt, gegen Social-Media-Plattformen vorzugehen, die Videos mit gefährlichem Fahrverhalten nicht entfernen.
Hergang des Unfalls
In den frühen Morgenstunden des Samstags kam es auf der A66 zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Volkswagen Passat und einem gekennzeichneten Einsatzfahrzeug der bewaffneten Polizei. Der Passat, in dem fünf Personen im Alter zwischen 17 und 23 Jahren saßen, fuhr auf der falschen Fahrbahnseite. Dabei kamen die beiden Polizeibeamten PC Matthew Blades und PC Tom Clough sowie weitere Personen ums Leben – insgesamt sieben Tote. Ähnlich schwere Folgen hatte zuletzt ein Brückenvorfall auf der A73 bei Bamberg, der ebenfalls sieben Schwerverletzte forderte.
Regierung verurteilt Verbreitung der Videos
Downing Street bezeichnete im Umlauf gebrachte Aufnahmen des Unfalls als "absolut schändlich" und betonte, dass Plattformen rechtlich verpflichtet seien, solche Inhalte zu entfernen. Ein Minister forderte Social-Media-Unternehmen direkt auf, Beiträge zu löschen, die gefährliches Fahren verherrlichen oder darstellen.
Ofcom soll hart durchgreifen
Die Regierung erklärte, sie stehe vollständig hinter der Regulierungsbehörde Ofcom, falls diese "hartes Vorgehen" gegenüber Plattformen einleiten müsse, die ihrer Löschpflicht nicht nachkämen. Welche konkreten Maßnahmen Ofcom ergreifen würde und ob die betroffenen Plattformen bislang reagiert haben, blieb zum Zeitpunkt der Berichterstattung offen.
Der Vorfall wirft erneut grundsätzliche Fragen über die Verantwortung sozialer Netzwerke bei der Verbreitung gewaltverherrlichender Inhalte auf – und über den Durchsetzungswillen der britischen Regulierer.
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