USA sagen Militärübung mit Südkorea ab
- Die USA haben das für September geplante Manöver 'Ssangyong' mit Südkorea wegen Truppenengpässen durch den Iran-Krieg abgesagt.
- Trump hatte zuvor bereits 'Ulchi Freedom Shield' abgebrochen und die Übungen als kostspielig sowie als feindseligen Akt gegenüber Nordkorea bezeichnet.
- In Südkorea gelten die Absagen als mögliches Signal Richtung Pjöngjang, das den Weg für neue Gespräche mit Kim Jong Un ebnen könnte – Nordkorea feuerte dennoch zehn
Die USA haben die für September geplante gemeinsame Militärübung "Ssangyong" mit Südkorea abgesagt. Als Begründung nannte die südkoreanische Marineinfanterie Engpässe bei den US-Truppenkapazitäten infolge des Krieges gegen den Iran. Das Manöver sah unter anderem amphibische Landungsübungen vor.
Zweite Absage in kurzer Folge
Die Streichung von "Ssangyong" ist nicht die erste ihrer Art. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bereits das gemeinsame Manöver "Ulchi Freedom Shield" vorzeitig beenden lassen. Trump begründete diesen Schritt mit den anfallenden Kosten sowie mit der Weigerung Südkoreas, sich am Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Darüber hinaus bezeichnete er die gemeinsamen Übungen als "feindselig" gegenüber Nordkorea – eine Formulierung, die in Seoul aufmerksam registriert wurde.
Signal an Pjöngjang?
In Südkorea wird die Entscheidung auch als mögliches Signal an Nordkorea gewertet. Trump könnte damit den Weg für ein erneutes Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bereiten wollen. Ob dies tatsächlich der Fall ist, bleibt bislang offen und unbestätigt.
Unterdessen hat Nordkorea seinerseits reagiert: Pjöngjang feuerte zuletzt zehn ballistische Kurzstreckenraketen ab und bezeichnete die gemeinsamen Übungen erneut als Vorbereitung auf eine Invasion. Die Absagen dürften die strategische Lage auf der koreanischen Halbinsel damit vorerst kaum stabilisieren.