Ukraine greift erneut Ozon-Lager an – E-Commerce unter Druck
- Ukrainische Drohnen haben am Montag vier Ozon-Hangars im Süden Russlands getroffen, nachdem am Wochenende bereits zwei Ozon-Lager zerstört worden waren.
- Zuvor vernichtete Kiew mindestens zwölf Logistikzentren des Ozon-Konkurrenten Wildberries, der sich laut Berichten am Rand der Insolvenz befindet.
- Die Angriffe deuten auf eine gezielte ukrainische Strategie hin, russische Wirtschafts- und Handelsinfrastruktur systematisch zu treffen.
Ukrainische Drohnen haben am Montag vier weitere Lagerhallen des russischen E-Commerce-Konzerns Ozon im Süden Russlands getroffen. Die Angriffe folgen unmittelbar auf das Wochenende, an dem ukrainische Streitkräfte bereits zwei Ozon-Warenhäuser zerstört hatten. Kiew weitet damit seine Kampagne gegen wirtschaftliche Schlüsselinfrastrukturen Russlands deutlich aus.
Systematische Angriffe auf Logistikzentren
Die Attacken auf Ozon reihen sich in eine breitere Offensive ein. Zuvor hatten ukrainische Drohnen mindestens zwölf Logistikzentren des Ozon-Konkurrenten Wildberries zerstört – ein Konzern, der als das russische Pendant zu Amazon gilt und nach diesen Angriffen Berichten zufolge am Rand der Insolvenz steht. Einzelheiten zum Ausmaß der Schäden an den am Montag getroffenen Ozon-Hangars sowie zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor. Mehr zum Angriff auf Wildberries und die Hintergründe dieser Kampagne finden sich in einem früheren Bericht.
Wirtschaftliche Dimension des Konflikts
Die Angriffe auf zivile Handelsinfrastruktur markieren eine strategische Ausweitung des ukrainischen Vorgehens. Indem Kiew die Logistiknetzwerke zweier der größten russischen Onlinehändler ins Visier nimmt, zielt es offenbar darauf ab, die russische Binnenversorgung und den Warenfluss nachhaltig zu stören. Ob und in welchem Ausmaß diese Strategie die russische Wirtschaft tatsächlich beeinträchtigt, bleibt gegenwärtig unklar.