Größte Analyse ihrer Art bestätigt Nutzen von Tai Chi bei Erkrankungen des Bewegungsapparats
- Die bislang größte Analyse ihrer Art findet Belege mit hoher Evidenzgewissheit dafür, dass traditionelle chinesische Übungen wie Tai Chi bei muskuloskelettalen Erkrankungen
- Die Übungen verbessern laut Analyse körperliche Funktion, Schmerzempfinden, psychische Gesundheit, Schlafqualität und Knochenmineraldichte.
- Weltweit leiden mehr als 1,7 Milliarden Menschen an muskuloskelettalen Erkrankungen – betroffen sind alle Altersgruppen und alle Kontinente.
Traditionelle chinesische Übungen wie Tai Chi sind wirksam gegen Beschwerden des Bewegungsapparats – das belegt nach eigenen Angaben die bislang umfangreichste Analyse dieser Art. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass solche Übungen bei Menschen mit muskuloskelettalen Erkrankungen körperliche Funktion, Schmerzempfinden, psychische Gesundheit, Schlafqualität sowie Knochenmineraldichte messbar verbessern können. Die Analyse spricht von Belegen mit "hoher Evidenzgewissheit".
Mehr als 1,7 Milliarden Menschen betroffen
Muskuloskelettale Erkrankungen zählen zu den weitverbreitetsten Gesundheitsproblemen weltweit: Nach Schätzungen sind mehr als 1,7 Milliarden Menschen betroffen. Die Erkrankungen treten in allen Altersgruppen, in jedem Land und auf jedem Kontinent auf, wobei Häufigkeit und Ausprägung je nach Alter und Diagnose variieren.
Breites Wirkungsspektrum
Die Analyse hebt hervor, dass die positiven Effekte der traditionellen chinesischen Übungen über rein körperliche Verbesserungen hinausgehen. Neben reduziertem Schmerzempfinden und gesteigerter Beweglichkeit werden auch Verbesserungen der mentalen Gesundheit und der Schlafqualität genannt – Faktoren, die für Menschen mit chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats von besonderer Relevanz sind. Ähnliche Ansätze körperlicher Aktivität im Alter werden auch andernorts erprobt: Senioren in Singapur etwa wenden sich dem Parkour zu, um Altersbeschwerden zu begegnen.
Die Autoren machen keine Angaben dazu, welche spezifischen Übungsformen neben Tai Chi untersucht wurden oder in welchem Umfang einzelne Erkrankungsbilder von den Befunden profitieren. Diese Einschränkungen lassen offen, inwiefern die Ergebnisse auf bestimmte Patientengruppen übertragbar sind. Angesichts der globalen Krankheitslast dürften die Befunde dennoch Impulse für Behandlungsempfehlungen und Präventionsprogramme geben.
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