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Eilmeldungen 3 min read 45m ago

Drei Kinder in Krasnodar getötet

  • Drei Jugendliche im Alter von 13, 15 und 16 Jahren starben in Krasnodar, als Drohnentrümmer ein privates Kinderzentrum trafen; sechs weitere Kinder wurden verletzt.
  • Ozon meldete in einer einzigen Nacht Treffer an vier seiner Lagerhäuser, darunter ein Brand in Machatschkala mit mehreren Verletzten und erzwungenem Betriebsstopp.
  • Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenkräfte, Robert Browdi, bestätigte die Angriffe und erhob ungeprüfte Angaben über weitere Treffer, darunter einen MiG-29-Kampfjet in Rostow.
Drei Kinder in Krasnodar getötet
Drei Kinder in Krasnodar getötet

Im russischen Krasnodar sind am Montag mindestens drei Kinder getötet worden, nachdem Trümmer eines abgeschossenen Drohne auf ein privates Kinderzentrum gefallen sind. Die Präsidentenbeauftragte für Kinderrechte in Russland, Maria Lvova-Belowa, gab über Telegram bekannt, dass die getöteten Minderjährigen 13, 15 und 16 Jahre alt waren. Sechs weitere Kinder wurden verletzt und befinden sich in stationärer Behandlung.

Gouverneur spricht von gezieltem Angriff auf zivile Infrastruktur

Der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, erklärte, sein Territorium habe in dieser Nacht einen massiven Angriff mit feindlichen unbemannten Luftfahrzeugen erlitten. "Erneut waren öffentliche und zivile Infrastruktur, unsere Kinder, die Ziele", sagte Kondratjew. Neben dem Kinderzentrum seien auch Wohnhäuser und Gebäude im Rohbau in der regionalen Hauptstadt von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden. Zwei Erwachsene wurden verletzt, mehrere Lagerhäuser gerieten in Brand.

Vier Ozon-Lager in einer Nacht getroffen

Erhebliche wirtschaftliche Schäden meldete der russische E-Commerce-Konzern Ozon: In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden nach eigenen Angaben vier seiner Lagerhäuser bei ukrainischen Angriffen beschädigt. Das Logistikzentrum in Machatschkala, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Dagestan am Kaspischen Meer, fing Feuer, nachdem es getroffen wurde. "Ersten Informationen zufolge wurden mehrere Personen verletzt", teilte das Unternehmen mit und erklärte, den Betrieb des Standorts vorerst einstellen zu müssen. Mitarbeiter in den Lagern in Adygeisk, Republik Adygeja, und Newinnomyssk im Krai Stawropol mussten evakuiert werden; der Gouverneur von Adygeja, Murat Kumpilow, bestätigte einen Brand im dortigen Ozon-Logistikzentrum. Am Lagerhaus in Krasnodar gelang laut Unternehmen die rechtzeitige Evakuierung aller Mitarbeiter, Verletzte gab es dort nicht. Die Angriffsserie gegen Ozon reicht bereits bis zum Wochenende zurück: Sie hatte am Samstag, dem 22. August, mit Attacken auf Ozon-Anlagen im Oblast Samara begonnen; am Sonntag folgte ein weiteres Lager in Orenburg.

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Ozon als neues Ziel nach Wildberries-Angriffen

Ozon gilt als zweitgrößtes E-Commerce-Unternehmen Russlands nach Wildberries. Letzteres ist seit der zweiten Julihälfte wiederholt Ziel ukrainischer Drohnenangriffe auf seine Logistikzentren gewesen. Mit den jüngsten Angriffen richtet Kiew seinen Fokus nun offenkundig auf den direkten Konkurrenten.

Ukrainischer Drohnen-Chef bestätigt Angriffe – Angaben ungeprüft

Robert Browdi, Kommandeur der ukrainischen Drohnenkräfte, bestätigte die Angriffe auf die Lageranlagen über seinen Facebook-Account. Browdi behauptete darüber hinaus, ukrainische Drohnen hätten einen in Rostow stationierten MiG-29-Kampfjet sowie vier Radaranlagen in derselben Region getroffen, ferner elektrische Infrastrukturen in von Russland kontrollierten ukrainischen Gebieten und zwei für russische Exporte genutzte Schiffe. Diese Angaben konnten zunächst nicht unabhängig verifiziert werden.

Die anhaltende Angriffsserie fügt sich nach ukrainischer Darstellung in eine gezielte Kampagne ein, die russische Wirtschaft durch systematische Treffer auf logistische Schlüsselinfrastruktur zu schwächen.

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