Mutmaßlicher Schusswechsel zwischen GUR und SBU in Kyiv: Mehrere Verletzte
In Kyiv kam es zu einem mutmaßlichen Schusswechsel zwischen Agenten des Militärgeheimdienstes GUR und des Sicherheitsdienstes SBU, ausgelöst durch das Verschwinden von RDK-Anführer Stepan Kaplunov. Der SBU bestreitet einen Schusswechsel und spricht von einer gemeinsamen Operation zur Verhinderung eines Terroranschlags.
Verfasst von Thomas Richter
(vor 1 Std.)

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Was ist passiert?
Laut anonymen Quellen und lokalen Medien wurden bei einem mutmaßlichen Schusswechsel zwischen GUR- und SBU-Agenten vor einem Wohngebäude in Kyiv mindestens drei Angehörige der Sicherheitsdienste verletzt.
Warum es wichtig ist
Der Vorfall steht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Stepan Kaplunow, einem Anführer des Russischen Freiwilligenkorps (RDK), und legt schwere Spannungen zwischen zwei ukrainischen Schlüsselbehörden nahe.
Ein mutmaßlicher Schusswechsel zwischen zwei zentralen ukrainischen Sicherheitsbehörden hat in der Nacht die Hauptstadt Kyiv erschüttert. Agenten des Militärgeheimdienstes GUR und des Inlandsgeheimdienstes SBU sollen sich laut anonymen Quellen und ukrainischen Lokalmedien Schüsse geliefert haben — ein Vorfall, der im direkten Zusammenhang mit dem Verschwinden von Stepan Kaplunov steht, einem der Anführer des Russischen Freiwilligenkorps (RDK), das auf ukrainischer Seite kämpft.
Der Zwischenfall ereignete sich laut den vorliegenden Berichten vor dem Wohngebäude Kaplunows, dessen Verschwinden erst in den vergangenen Stunden öffentlich bekannt geworden war. Kaplunow war nach Angaben des SBU am 24. August, dem ukrainischen Unabhängigkeitstag, in die Ukraine eingereist. Mindestens drei Personen wurden dabei verletzt, alle sollen Angehörige ukrainischer Sicherheitsdienste sein — so lautet zumindest die Version anonymer Quellen und lokaler Medien.
SBU widerspricht: Gemeinsame Antiterroroperation, kein Schusswechsel
Der Sicherheitsdienst der Ukraine weist die Darstellung eines innerukrainischen Schusswechsels entschieden zurück. Nach seiner Lesart handelte es sich um eine gemeinsame Operation von GUR und SBU zum Zweck der Verhinderung eines angeblichen "Terroranschlags" auf den verschwundenen Kaplunow. Ein bewaffnetes Aufeinandertreffen der beiden Dienste habe es nicht gegeben, betont der SBU ausdrücklich.
Videos, die über ukrainische Telegram-Kanäle weit verbreitet wurden, zeigen Schüsse in der Dunkelheit sowie mindestens eine am Boden versorgte Person im Tageslicht. Der Anwalt Kaplunows filmte eigenen Angaben zufolge vom Tatort aus und behauptet, SBU-Agenten hätten das Gebäude aufgesucht, um belastendes Material zu platzieren. Auf den entsprechenden Aufnahmen sind mehrere Zivilisten zu sehen, die nach einem Hinweis auf die Anwesenheit von SBU-Kräften zum Ort eilen. Ob und wie die beiden widersprüchlichen Versionen aufgeklärt werden, ist nach aktuellem Stand offen.
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Quelle: La Vanguardia
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