Mette-Marit im Schatten, Ingrid vorn
- Nach dem Tod König Haralds V. am 28. August 2026 bestieg Haakon den Thron; Mette-Marit ist nun Königin, wird jedoch durch eine Lungentransplantation, die Epstein-Affäre und das
- Marius Borg Høiby wurde im März 2026 wegen zwei Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt; das Urteil ist wegen seiner Berufung noch nicht rechtskräftig.
- Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) übernahm bereits wenige Stunden nach dem Tod ihres Großvaters öffentliche Repräsentationsaufgaben an der Seite König Haakons.
Mit dem Tod von König Harald V. am 28. August 2026 ist Norwegen in eine neue Ära eingetreten: Haakon (53) bestieg den Thron, Mette-Marit (53) wurde Königin, und Ingrid Alexandra (22) rückte zur Kronprinzessin auf. Doch kaum ist das neue Königshaus proklamiert, steht es unter erheblichem Druck – und die Frage stellt sich, ob Mette-Marit ihre repräsentative Rolle kurzfristig überhaupt wahrnehmen kann.
Gesundheitliche Einschränkungen nach Lungentransplantation
Am 17. Juni 2026 gab der Palast bekannt, dass Mette-Marit eine Spenderlunge transplantiert bekommen hat. Noch am 19. Juli äußerte sich König Haakon am Rande eines öffentlichen Termins mit den Worten: "Es ist der Anfang eines ziemlich langen Weges, bis sie wieder ganz die Alte ist." Eine vollständige Übernahme königlicher Repräsentationspflichten in naher Zukunft scheint damit unwahrscheinlich.
Epstein-Verbindung und öffentliche Skepsis
Hinzu kommt eine politisch und moralisch belastende Vorgeschichte: Mette-Marit pflegte nach übereinstimmenden Berichten von 2011 bis 2014 eine Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Im Jahr 2013 verbrachte sie nachweislich mehrere Tage auf Epsteins Anwesen in Palm Beach. In einem Fernsehinterview im März 2026 erklärte Mette-Marit, Epstein habe sie "manipuliert und getäuscht". Für einen erheblichen Teil der norwegischen Öffentlichkeit wirkte diese Aussage laut Beobachtungen wenig überzeugend.
Sohn Marius verurteilt – Urteil noch nicht rechtskräftig
Im März 2026 wurde Marius Borg Høiby (29), Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung, wegen zweier Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt. Er befindet sich derzeit unter strengen Auflagen in Untersuchungshaft auf Schloss Skaugum und darf das Anwesen nur mit elektronischer Fußfessel verlassen. Da Marius Berufung eingelegt hat, ist das Urteil bislang nicht rechtskräftig.
Ingrid Alexandra übernimmt Sichtbarkeit
Während Mette-Marit von diesen Belastungen eingeholt wird, trat Kronprinzessin Ingrid Alexandra bereits wenige Stunden nach dem Tod König Haralds öffentlich an der Seite ihres Vaters auf und übernahm erste Repräsentationsaufgaben. Protokollarisch ist sie als Kronprinzessin die Stellvertreterin des Königs und kann dessen Pflichten vollständig übernehmen, sollte er verhindert sein. In Norwegen gilt Ingrid Alexandra als bodenständig und nahbar – Eigenschaften, die im krisengebeutelten Königshaus derzeit besonders gefragt sind. Schon ihr verstorbener Großvater König Harald hatte sich in Interviews lobend über seine Enkelin geäußert.
Einschätzung aus dem Royal-Umfeld
Die norwegische Royal-Expertin Caroline Vagle, bekannt durch das Magazin "Se og Hør", begleitet das Königshaus seit Jahren. Gegenüber Medien erklärte die 48-Jährige: "Für Mette-Marit wird dies eine äußerst schwere Zeit." Vagle ergänzte, die Familie habe bereits zahlreiche Prüfungen erlebt, und nun müsse Haakon in eine Rolle mit mehr Verantwortung hineinwachsen – ebenso wie seine Tochter als Thronfolgerin. Ob Mette-Marit das Vertrauen eines Teils der norwegischen Bevölkerung langfristig zurückgewinnen kann, bleibt offen.
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