Forbes: Sinner verdient am meisten
- Jannik Sinner führt das Forbes-Tennis-Verdienst-Ranking mit rund 49,9 Millionen Euro an – davon 30,1 Millionen aus Sponsoren und Werbung; bei den US Open fehlt er wegen einer
- Serena Williams überrascht auf Platz drei mit 34,7 Millionen Euro Gesamteinnahmen, obwohl sie erst im Juni 2026 nach vier Jahren ihr Comeback bestritt und lediglich rund 86.000
- Alexander Zverev steht mit 16,1 Millionen Euro auf Platz neun und kehrt damit erstmals seit 2019 in die Forbes-Top-10 zurück; bei den US Open ist er als Topgesetzter der Favorit.
Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat sein jährliches Geldranking der bestbezahlten Tennisprofis veröffentlicht – und listet dabei Einnahmen aus Preisgeldern sowie Nebeneinnahmen aus Werbung, Sponsorenverträgen und Shows der vergangenen zwölf Monate zusammen. An der Spitze steht Jannik Sinner, auf Rang drei überrascht Serena Williams – und Alexander Zverev kehrt erstmals seit 2019 in die Top 10 zurück.
Sinner führt mit knapp 50 Millionen Euro
Jannik Sinner (25) belegt Platz eins. Der Italiener spielte nach Angaben von Forbes rund 49,9 Millionen Euro ein: 19,8 Millionen Euro davon entfielen auf Preisgelder, weitere 30,1 Millionen Euro stammten aus Sponsorenverträgen – unter anderem mit Gucci und Lavazza – sowie Werbeeinnahmen. Sinner hatte in den vergangenen zwölf Monaten eine außergewöhnliche Saison absolviert, darunter fünf Masters-Siege in Serie und den Wimbledon-Titel gegen Zverev. Bei den am Sonntag beginnenden US Open fehlt er allerdings verletzungsbedingt – eine Knieverletzung zwingt ihn zur Pause in Flushing Meadows.
Alcaraz trotz langer Pause auf Platz zwei
Carlos Alcaraz (23, Spanien) folgt auf Platz zwei mit 46,3 Millionen Euro Gesamteinnahmen. Bemerkenswert: Der Weltranglistendritte bestritt seit April 2026 kein Turnier und nahm aufgrund einer Handgelenksverletzung nicht am Spielbetrieb teil. Auf Preisgelder entfielen lediglich 12,9 Millionen Euro, während 33,4 Millionen Euro aus übrigen Einnahmen stammten. Bei den US Open gibt Alcaraz nun sein Comeback.
Williams als größte Überraschung auf Platz drei
Die größte Überraschung des Rankings ist Serena Williams (44, USA) auf dem dritten Gesamtrang. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin hatte seit 2022 kein Einzelmatch bestritten; erst im Juni 2026 feierte sie ihre Rückkehr auf die Tour. Trotzdem beliefen sich ihre Gesamteinnahmen auf 34,7 Millionen Euro – fast ausschließlich aus Sponsoren- und Werbeverträgen. An Preisgeld spielte sie in den vergangenen rund zweieinhalb Monaten lediglich rund 86.000 Euro ein. Nike ist seit 23 Jahren ihr Hauptsponsor. Bei den US Open will Williams gemeinsam mit ihrer Schwester Venus (46) im Doppel antreten.
Zverev zurück in den Top 10
Als einziger deutscher Profi ist Alexander Zverev (29, Hamburg) in der Liste vertreten. Der Olympiasieger von 2021 kommt auf 16,1 Millionen Euro Gesamteinnahmen, davon 11,8 Millionen Euro an Preisgeldern und 4,3 Millionen Euro aus Sponsorenverträgen. Zverev erreichte die Halbfinals der Australian Open, gewann die French Open und stand im Endspiel von Wimbledon. Er ist damit erstmals seit 2019 wieder unter den Top 10 des Forbes-Rankings. Karriereweit hat er laut der Rangliste bereits 59,1 Millionen Euro an Preisgeldern eingenommen. Bei den US Open ist er als Weltranglistenzweiter an Nummer eins gesetzt und gilt als Favorit. Zuletzt setzte er sich in Cincinnati durch.
Die Top 10 im Überblick
| Platz | Spielerin / Spieler | Land | Gesamteinnahmen |
|---|---|---|---|
| 1 | Jannik Sinner | Italien | 49,9 Mio. € |
| 2 | Carlos Alcaraz | Spanien | 46,3 Mio. € |
| 3 | Serena Williams | USA | 34,7 Mio. € |
| 4 | Aryna Sabalenka | Belarus | 31,1 Mio. € |
| 5 | Coco Gauff | USA | 30,6 Mio. € |
| 6 | Novak Djokovic | Serbien | 26,0 Mio. € |
| 7 | Qinwen Zheng | China | 19,5 Mio. € |
| 8 | Iga Swiatek | Polen | 17,7 Mio. € |
| 9 | Alexander Zverev | Deutschland | 16,1 Mio. € |
| 10 | Elena Rybakina | Kasachstan | 15,0 Mio. € |
Medienstreiks und höhere Preisgelder bei den US Open
Dass die Preisgelder im Ranking künftig weiter steigen dürften, ist auch ein Ergebnis der Medienstreiks, die Profis in Paris und in Wimbledon durchgeführt hatten, um von den Grand-Slam-Turnieren mehr Ausschüttungen zu verlangen. Bei den US Open 2026 fand kein solcher Streik statt. Der Veranstalter zahlt dennoch 20 Prozent mehr als im Vorjahr: Sieger und Siegerinnen erhalten jeweils 4,7 Millionen Euro, auch Erstrundenteilnehmer gehen mit 120.000 Euro nach Hause.
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