GLM-5.3 jetzt als Open-Weight verfügbar
- Z.ai hat GLM-5.3 als Open-Weight-Modell freigegeben; alle Verbesserungen gegenüber GLM-5.2 gehen ausschließlich auf Post-Training zurück, das Basismodell ist unverändert.
- Das Modell beansprucht die Spitzenposition unter Open-Weight-Modellen auf Terminal Bench 3.0 und verdoppelt nach Entwicklerangaben den GLM-5.2-Wert auf Exploitation-Benchmarks.
- Cyber-Fähigkeiten wuchsen beim Skalieren des Post-Trainings nach eigenen Angaben schneller als erwartet – unabhängige Überprüfungen dieser Behauptung stehen noch aus.
Das KI-Forschungslabor Z.ai hat sein Sprachmodell GLM-5.3 als Open-Weight-Modell veröffentlicht. Alle Leistungsverbesserungen gegenüber dem Vorgänger GLM-5.2 gehen laut den Entwicklern ausschließlich auf Post-Training zurück – das zugrundeliegende Basismodell ist identisch.
Coding-Leistung: 50 Prozent Steigerung gegenüber GLM-5.2
Z.ai gibt an, GLM-5.3 sei das leistungsfähigste Open-Weight-Modell im Bereich Coding. Auf dem hauseigenen Z.ai Code Bench soll es eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber GLM-5.2 erzielen. Auf öffentlichen Benchmarks wie Terminal Bench 3.0 und Agents' Last Exam (ALE-CLI) erreiche das Modell nach Unternehmensangaben den Open-Source-Stand der Technik. Ein direkter Vergleich mit anderen führenden Modellen – darunter Kimi K3, DeepSeek-V4 Pro, Qwen3.8-Max, Claude Opus 4.8 sowie GPT-5.6 – ist in der nachfolgenden Tabelle ablesbar. Auch andere Open-Weight-Ansätze drängen auf Coding-Benchmarks nach vorn.
| Benchmark | GLM-5.3 | GLM-5.2 | Kimi K3 | DeepSeek-V4 Pro-0813 | Qwen3.8-Max | Opus 4.8 | Fable 5 | GPT-5.6 Sol |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Terminal Bench 2.1 | 88,2 | 81,0 | 88,3 | 87,9 | 86,6 | 85,0 | 88,0 | 88,8 |
| Terminal Bench 3.0 | 28,3 | 4,6 | 17,4 | – | – | 21,1 | 33,7 | 34,6 |
| DeepSWE (v1.1) | 66,9 | 46,2 | 67,5 | 62,7 | 56,6 | 58,0 | 69,7 | 72,7 |
| NL2Repo | 58,0 | 48,9 | 58,0 | 61,1 | 55,9 | 69,7 | – | – |
| ProgramBench (Almost Solved) | 19,0 | 9,5 | 17,5 | – | 10,5 | 15,5 | 33,0 | 23,0 |
| FrontierSWE | 78,1 | 67,5 | – | – | – | 66,5 | 88,2 | – |
| SWE-Marathon (v1.1) | 42,5 | 19,4 | 48,1 | – | – | 48,8 | 33,1 | 42,5 |
| PostTrainBench | 39,8 | 31,7 | 32,0 | – | – | 32,9 | 41,8 | 36,2 |
| CyberGym | 84,5 | 77,2 | 80,0 | 83,3 | 78,5 | 78,1 | 83,8 | 83,6 |
| ExploitGym (2h / 6h) | 105 / 130 | 29 / 39 | 36 / 70 | – | 14 / 26 | 80 / 120 | 181 / 247 | 216 / 293 |
| ExploitBench | 54,4 | 24,4 | 32,2 | – | 28,8 | 40,0 | 78,0 | 76,5 |
| Toolathlon Verified | 73,0 | 59,9 | 76,5 | 74,1 | 72,5 | 76,2 | 74,7 | 74,9 |
| AutomationBench (v1.0.6) | 48,2 | 26,2 | 46,7 | 43,2 | 39,8 | 41,0 | 46,2 | 45,8 |
| Agents' Last Exam (ALE-CLI) | 28,5 | 23,8 | 27,6 | 25,7 | 27,0 | 25,7 | 23,8 | 28,6 |
| HLE w/ Tools | 62,5 | 54,7 | 59,8 | 60,0 | 56,2 | 57,9 | 63,9 | 64,5 |
| GDPval-AA v2 | 1769 | 1508 | 1682 | 1590 | 1739 | 1588 | 1743 | 1730 |
Emergente Cyber-Fähigkeiten: schneller als erwartet
Ein auffälliger Befund der Entwickler betrifft Sicherheits- und Angriffsfähigkeiten: Im Verlauf des Post-Trainings seien Cyber-Kompetenzen schneller gewachsen als vorhergesagt. Auf dem CyberGym-Benchmark zur Schwachstellenerkennung erreiche GLM-5.3 nach eigenen Angaben den aktuellen Stand der Technik. Besonders ausgeprägt seien die Fortschritte bei Exploitation-Benchmarks, wo das Modell gegenüber GLM-5.2 mehr als das Doppelte erziele. Die Entwickler halten dies ausdrücklich für ein emergentes Phänomen des Skalierens, ohne es weiter einzuordnen oder Sicherheitsmaßnahmen zu benennen. Das wachsende Feld der Open-Weight-Modelle bringt derzeit in rascher Folge neue Ansätze hervor.
Deployment und Konfiguration
GLM-5.3 lässt sich über mehrere Inferenz-Frameworks lokal betreiben, darunter SGLang, vLLM, TokenSpeed, Transformers, KTransformers und Unsloth. Für die Ascend-NPU-Plattform werden vLLM-Ascend, xLLM und SGLang unterstützt. Das Modell bietet über den Parameter reasoning_effort drei Denk-Budget-Stufen (low, high, max); die Voreinstellung ist max. Für Chat-Szenarien empfehlen die Entwickler, clear_thinking=true explizit zu übergeben.
Die veröffentlichten Benchmark-Ergebnisse stammen durchgehend aus Messungen unter kontrollierten Bedingungen, die im technischen Bericht des GLM-5-Teams detailliert beschrieben sind. Unabhängige Nachprüfungen durch Dritte lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor. Damit bleibt der Status einiger Leistungsbehauptungen – insbesondere jener zur Cyber-Exploit-Überlegenheit – vorerst unbestätigt.
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